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Tafelsilber – Luxus auf dem Tisch!

Mit dem Begriff Tafelsilber werden alle Gegenstände aus Silber bezeichnet, die ihren Platz auf einem schönen gedeckten Tisch wieder finden. Zum Tafelsilber gehören das Essbesteck, Essgeschirr und dekorative Dinge wie Leuchter, oder andere dekorative Gegenstände.

Bereits in der griechischen und römischen Zeit galten Gegenstände aus Silber als sehr edel und hoben den Reichtum und das gesellschaftliche Ansehen ihres Besitzer hervor.

Auch im Mittelalter wurde das Tafelsilber als ein Merkmal der gehobenen Tischkultur angesehen, da man damit den Wohlstand des Adlels zeigen konnte und sich vom einfachen Bürger abheben konnte und wollte.

Tafelsilber ist ein heutzutage auch ein begehrtes Sammlergut. Das ältesten Tafelsilber stammt aus dem Jahre 1615 und wurde von dem Augsburger Goldschmied David Altenstetter in seiner Werkstatt hergestellt. Es wurde über viele Generationen weiter vererbt bis es in einer Bänkerfamilie kam. 2005 schließlich wurde es von einem amerikanischen Sammler ersteigert.

Im Allgemeinen beginnt die Geschichte des Bestecks mit dem Messer. Ursprünglich hat das Messer mehr als Waffe und Werkzeug gedient, aber im Laufe der Jahrhunderte wurde es mehr und mehr zum Tisch- bzw. Essgerät. Die Gabel hatte früher nur zwei Zinken, diese wurde eher nur zum Festhalten oder tranchieren benutzt. Ab dem 19. Jahrhundert wurden es drei, später sogar vier Zinken, heute sind es bei Pott Bestecke sogar fünf.

Nicht zu vergessen der Löffel, denn der hatte mehr die Funktion als Schöpflöffel, da die Laffe sehr groß und der Stiel ziemlich kurz war. Mit der Zeit bekam dann der Löffel einen längeren Stiel, um die Kleidung vor Verschmutzung zu schützen.

Das Besteck, welches wir heute kennen hat seine Funktion erst seit ca. 200 Jahren.

Das Wort „Besteck“ kommt daher, dass man bei einer Einladung zum Essen, sein eigenes Besteck (Messer und Löffel), „zusammengesteckt“ am Gürtel trug und überall mitnahm. Dann aber ab dem 18. Jahrhundert kümmerte sich der Gastgeber um das Besteck für die Gäste und deckte dazu passend den Tisch.

Neben der Entwicklung der Formen und Größen bestimmten auch zeitgenössische Stilrichtungen die verschiedenen Modellrichtungen.

Es gab z.B. die Barock-Muster, mit großen Blattformen und großzügigen Verzierungen an der Laffe sowohl als auch am Stiel. Die Rokokozeit führte dazu, dass die Verzierungen des Bestecks etwas glatter und feiner an das Besteck angepasst wurden. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts kam der Chippendale-Stil; die Bestecke sind hier sehr schlicht, sachlicher und edler in der Form.

 

Bezugsquelle

Feinstes Silberbesteck von Robbe & Berking, Reiner Silber, Koch & Bergfeld, Wilkens und Christofle.
Silberbesteck